PKV Vergleich

Private Krankenversicherung für Angestellte

In Deutschland muss sich jeder Arbeitnehmer krankenversichern. Die meisten Angestellten sind in der gesetzlichen Krankenversicherung versichert, da standardmäßig die gesetzliche Versicherungspflicht besteht. Unter bestimmten Voraussetzungen können Angestellte jedoch auch in die private Krankenversicherung wechseln.

Private Krankenversicherung: Voraussetzungen für Angestellte

Private Krankenversicherung unter bestimmten Voraussetzungen auch für Angestellte möglich

Grundsätzlich unterliegen angestellte Arbeitnehmer der Versicherungspflicht in der gesetzlichen Krankenversicherung. Sie können sich jedoch davon befreien lassen und privat versichern, wenn ihr jährliches Einkommen über der private Krankenversicherung Einkommensgrenze liegt. Die so genannten „Jahresarbeitsentgeltgrenze“ (JAEG), auch Versicherungspflichtgrenze genannt, regelt, wo genau diese Grenze liegt. (§ 6 Abs. 6 SGB V). Die PKV Einkommensgrenze variiert und wird von der Bundesregierung jedes Jahr entsprechend der Lohn- und Gehaltsniveau-Entwicklung des Vorjahrs angepasst. Übersteigt das Bruttojahresgehalt diese Grenze, steht es jedem Angestellten frei, in die private Krankenversicherung zu wechseln.

Der große Vorteil für Angestellte ist dabei, dass sie einen steuerfreien Arbeitgeberzuschuss zu ihrer Krankenversicherung bekommen. Voraussetzung ist, dass die private Krankenversicherung mindestens die Leistungen anbietet, die die GKV beinhaltet. In den meisten Fällen ist dieser Arbeitgeberanteil so hoch wie der Anteil zur gesetzlichen Krankenversicherung wäre. Oft wird dadurch ca. die Hälfte der Krankenkassenbeiträge für die PKV durch den Arbeitgeber beglichen, wenn Arbeitnehmer sich dazu entscheiden, sich privat krankenzuversichern!

Für 2017 liegt die Einkommensgrenze für Angestellte, die in die private Krankenversicherung wechseln wollen, bei einem jährlichen Bruttoeinkommen von 57.600 EUR, das entspricht einem Bruttomonatsgehalt von 4.800 EUR bei 12 Monatsgehältern. Jeder Angestellte, dessen regelmäßiges Bruttogehalt diese Grenze überschreitet, darf entscheiden, ob er in die private Krankenversicherung wechseln will oder freiwillig in der gesetzlichen versichert bleiben möchte. Wer als Angestellter weniger verdient, ist in der gesetzlichen Krankenversicherung pflichtversichert und erfüllt die nötigen Voraussetzungen nicht. Er kann sich also nicht privat versichern.

Für 2018 steigt die private Krankenversicherung Einkommensgrenze für die private Krankenversicherung auf 59.400 EUR jährlich bzw. 4.950 EUR im Monat an. Das ist nicht ungewöhnlich; auch in den Vorjahren ist die Versicherungspflichtgrenze angehoben worden. Dieser Anstieg bedeutet, dass ein Wechsel in die private Krankenversicherung für Angestellte schwieriger wird. Es bedeutet aber auch, dass privat versicherte Angestellte, die 2017 knapp über der Jahresarbeitsentgeltgrenze lagen, mit dem Anstieg jedoch darunter liegen, wieder in der gesetzlichen Krankenversicherung versicherungspflichtig werden. Sollten Sie privat versichert sein und bisher nur knapp über der Einkommensgrenze gelegen haben, kann es also sein, dass Sie wieder zurück in die gesetzliche Krankenversicherung wechseln müssen.

Jahresarbeitsentgeltgrenzen (JAEG) ab 2005

JahrJahresarbeitsentgeltgrenze (JAEG)
201859.400 €
201757.600 €
201656.250 €
201554.900 €
201453.550 €
201352.200 €
201250.850 €
201149.500 €
201049.950 €
200948.600 €
200848.150 €
200747.700 €
200647.250 €
200546.800 €

Sonderfall: Für Angestellte, die am 31.12.2002 privat versichert waren, gelten gesonderte Jahresentgeltgrenzen. Für 2015 etwa beträgt diese 49.500 EUR, für das Jahr 2016 liegt die Grenze für am 31.12.2002 privat Versicherte bei 50.850 EUR.

Wann Angestellte in die private Krankenversicherung wechseln können

Beim Wechsel in die PKV die Fristen für Angestellte beachten - Terminkalender

Besteht die Versicherungsfreiheit von Beginn einer Beschäftigung an, liegt das Gehalt also von Anfang an über der Einkommensgrenze, können Angestellte sofort in die private Krankenversicherung wechseln. Es gilt lediglich die Kündigungsfristen der gesetzlichen Krankenversicherung zu beachten. In den meisten Fällen ist eine Kündigung der GKV zum Ablauf des übernächsten Monats möglich.

Steigt das Bruttogehalt im Laufe einer bestehenden Beschäftigung über die Einkommensgrenze, können Angestellte erst nach Ablauf des Kalenderjahres in die private Krankenversicherung wechseln, sofern das erwartete Jahresgehalt des Folgejahrs ebenfalls über der Versicherungspflichtgrenze liegt. Auch hier ist Voraussetzung, dass die Kündigungsfristen der gesetzlichen Krankenversicherung eingehalten werden.

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Weitere Infos zu den Bedingungen für eine PKV: Hier finden Sie weitere Informationen zu Voraussetzungen für die private Krankenversicherung.